Kreise

Wir stehen uns gegenüber, jeder als Ganzes, jeder für sich,
legen unsere Wünsche, Hoffnungen und Ängste auf den Tisch.
Unsere Liebe ist die Schnittmenge zweier gleichgroßer Kreise,
der Inhalt eines Koffers für eine großartige Reise.

Nicht gegen den Rest der Welt, sondern miteinander,
gehen wir jeder unseren eigenen Weg, doch immer nebeneinander.
Wir sind füreinander da und geben uns Halt,
bleiben ewig jugendlich, werden gemeinsam alt.

Unsere Aussichten sind rosig, unsere Zukunft golden,
weil wir nicht tun, was wir müssen, sondern das, was wir wollen.
Wir schießen übers Ziel hinaus und nehmen’s, wie es kommt,
denn das, was wir erreichen wollen, liegt hinterm Horizont.

Ungleich gleicher sind wir zwei in all unsrer Pracht,
weil das, was uns unterscheidet, uns so anziehend macht.
Was wir aneinander lieben, können andre nicht mal seh’n,
wie soll’n sie denn das Unsichtbare auch nur im Ansatz je versteh’n!?

Ich hab‘ aufgehört in diese Welt zu passen und du bist mir gefolgt,
vielleicht sind’s einfach größere Schuhe, in denen du laufen sollst.
Du brichst jeden Streit für mich, weil du einfach weißt,
dass die größte Distanz zwischen Menschen nun mal Schweigen heißt.

Was du in mir siehst, macht mir unaufhörlich Mut,
und wie du zu mir bist, tut unheimlich gut.
An dich verschwend‘ ich meine Jugend, meine Liebe, meine Zeit,
weil die Momente besser werden, wenn man sie teilt.

Wir brauchen uns nicht festzuklammern, um nicht unterzugeh’n,
können auch mal ganz gelassen, den andern fliegen seh’n.
Und manchmal trennen wir uns, auf dieser wilden Reise,
gehen jeder alleine, ganz tapfer und leise.

Aber bist du auch weit weg von mir, bist du mein Anker in der Ferne,
selbst in der tiefsten Dunkelheit ersetzt du mir die Sterne.
Ich merke, wie du schmunzeln musst, wenn ich Blödsinn mach,
bitte hör‘ nicht auf damit, ich seh‘ so gerne, wie du lachst.

Manchmal streifen wir durch unsere Stadt, wie Kojoten durch die Nacht
und lauern in den lila Wolken, bis sich die Sonne neu entfacht.
Wir brauchen ja nicht viel, weil wir eh schon alles haben,
genießen das Leben in vollen Zügen und kosten alle seine Farben.

Wir sind halt zwei Chaoten mit einem wundervollen Plan,
und klappt mal was nicht, fangen wir von vorne an.
Ja, ja, schon klar, wir sind uns manchmal nicht einfach,
dafür feiern wir die guten Zeiten eben doppelt und dreifach.

Drum lass uns im Moment verweilen und doch stetig weitergehen
bis unsere letzten Worte sind: „Ach, es war so schön!“

© Kat_MT

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